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Kaum etwas ist Menschen so wichtig wie ihr eigenes Zuhause. Umso sensibler reagieren sie, wenn sie diese gewohnte Umgebung aufgeben müssen: so wie das in der Schwenninger Sturmbühlstraße nun notwendig ist. Insgesamt 73 Wohnungen in vier Wohnblöcken müssen einem Neubauprojekt weichen, das die 1923 erbauten und nicht mehr sinnvoll modernisierbaren Häuser ersetzen wird. Doch wo sollen all die Menschen unterkommen, die dort teilweise ihr ganzes Leben gewohnt haben, deren Familien mitunter seit mehreren Generationen in den bald 100 Jahre alten Gebäuden leben? Wir bei der wbg haben uns dieser sensiblen Aufgabe gestellt, den rund 120 Menschen den Weg zu ebnen in ein neues Zuhause. Eine zentrale Rolle spielte hierbei wbg-Mitarbeiterin Tanja Fischer.

„Seit Oktober 2020 war ich damit befasst, im Dialog mit den Mietern Lösungen zu finden“, erinnert sie sich: „Und wir haben zum Glück für fast alle Bewohnerinnen und Bewohner eine passende Lösung gefunden.“ So konnten rund 70 Prozent der Mietparteien eine Wohnung aus dem Bestand der wbg beziehen. Andere Mieter orientierten sich in andere Richtungen: So nutzten einige den äußeren Anstoß und zogen zurück in ihre Heimat im Ausland, andere fanden auf eigene Faust ein neues Zuhause – dies jedoch immer mit der Unterstützung der wbg, sofern dies gewünscht war. „Da halfen unsere Technikmitarbeiter auch schon mal beim Umziehen oder dem Anschließen der Waschmaschine in der neuen Wohnung“, zählt Tanja Fischer auf. Generell habe man den Weg in das neue Zuhause so niederschwellig wie möglich gestaltet, um den oft durchaus emotionalen Abschied vom gewohnten Zuhause in der Sturmbühlstraße zu erleichtern. „Ich denke wir haben unser Ziel ganz gut erreicht, jeden glücklich zu machen. Und es war immer wieder spannend, die zugehörigen Lebensgeschichten aus den Wohnblöcken in der Sturmbühlstraße zu hören“, erinnert sich Tanja Fischer. Sie sei dankbar für die fast immer offene und konstruktive Atmosphäre in den zahllosen Gesprächen mit den Mieterinnen und Mietern während der vergangenen eineinhalb Jahre.

Dass sich die Mühe gelohnt hat, zeigt sich am vielfachen positiven Feedback, das Tanja Fischer regelmäßig von den ehemaligen Bewohnern erreicht: Sie fühlen sich wohl in ihren neuen Wohnungen, freuen sich über die Unterstützung durch die wbg bei Wohnungssuche und Umzug und auch darüber, dass man so intensiv auf die Wünsche hinsichtlich Lage, Ausstattung und nicht zuletzt erschwinglicher Miete eingegangen ist.

Inzwischen sind von den 73 Wohnungen nur noch elf bewohnt: Und auch die werden bis Ende April vermutlich leer sein. Dann werden die Blöcke endgültig entrümpelt und vermutlich ab Juli dem Erdboden gleich gemacht. Damit endet in den Blöcken an der Schwenninger Sturmbühlstraße eine Ära. Doch die Häuser machen damit auch Platz für neuen Wohnraum – und für den interessiert sich auch der eine oder andere Altmieter aus den bald verschwindenden Blöcken, wie Tanja Fischer zu berichten weiß: „Die Menschen freuen sich auf die Chance, wieder an den alten Standort zurückkehren zu können, dann aber in viel modernere und schönere Wohnungen.“

Der gelbe Sack geht, die gelbe Tonne kommt: Seit dem 1. Februar werden im ganzen Landkreis die gelben Tonnen verteilt, die nun den „gelben Sack“ ersetzen werden: Und auch für die Gebäude der wbg in Villingen und Schwenningen werden diese neuen Abfallbehälter für Verpackungsmüll gerade verteilt und an passenden Plätzen untergebracht. Gute Sache, findet auch Tonni, der Gelb ziemlich gut findet: Statt dauernd reißender und im Wind herumfliegender Plastiksäcke gibt’s nun feste Tonnen, die sicherlich besser zum Sammeln von Verpackungsmüll geeignet sind. Bei dem neuen Tonnen-System gilt es jedoch ein paar Feinheiten zu beachten:

Die verfügbaren Tonnengrößen und -mengen sind jeweils auf alle Bewohner eines Hauses ausgelegt. Das bedeutet: Es gibt keine Tonnen, die nur einem Haushalt gehören, sondern diese sind für alle da. Entsprechend möchten wir Sie bitten, bei der Befüllung der Tonnen Rücksicht zu nehmen:

  • Achten Sie darauf, dass nur Verpackungen in den Tonnen landen. Werden Dinge in die Tonne geworfen, die nicht hineingehören, kann es passieren, dass die Tonne nicht geleert wird! Was genau in der Tonne landen darf und was in andere Entsorgungsbehälter gehört, das können Sie hier nachlesen https://wbg-vs.de/service/mieterinformation/
  • Bitte werfen Sie Lebensmittel-Verpackungen nur „löffelrein“ ein – es ist nicht notwendig, sie auszuwaschen, es sollten jedoch keine Reste mehr darin sein, die in die Tonne tropfen können. Generell sollten die Tonnen nach jeder Leerung gereinigt werden, um Geruchsbelästigung und ggf. Gesundheitsgefahren zu vermeiden.
  • Bitte benutzen Sie keine gelben Säcke, um ihren Verpackungsmüll darin in die gelbe Tonne zu werfen: Dies würde dafür sorgen, dass der Platz in den gelben Tonnen schnell knapp wird. Wenn Sie Verpackungen gesammelt einwerfen möchten, benutzen Sie bitte dafür die transparenten und kleineren Hausmüllbeutel, wie sie auch für Restmüll verwendet werden. Achten Sie darauf, dass diese kleineren Beutel transparent sind: So kann die Entsorgungsfirma, die für die Tonnenleerung zuständig ist, leichter erkennen, dass nur Verpackungsmüll darin enthalten ist.
  • Bitte versuchen Sie im Interesse aller in der Hausgemeinschaft, Verpackungen zu verkleinern, bevor sie in die gelbe Tonne wandern, damit darin genug Platz für alle Haushalte zur Verfügung steht: Falten Sie Saft- und Milchtüten zusammen, lassen Sie aus Luftpolsterbeuteln aus Warensendungen die Luft entweichen usw. Bitte beachten Sie jedoch, dass man Verpackungen nicht ineinander stapeln sollte, um die spätere Verwertung etwas zu vereinfachen.
  • Großvolumige Verpackungselemente werden von den Recyclingcentern nicht mehr angenommen: Bitte stellen Sie zum Beispiel Styropor-Packungsteile oder Kanister am Abfuhrtag neben die gelbe Tonne. Der zuständige Entsorgungsbetrieb nimmt diese Verpackungen dann ebenfalls mit.

Sie haben noch Fragen? Wir versuchen gern, Ihnen weiterzuhelfen!

Energie war noch nie so teuer wie in diesen Tagen – und das ausgerechnet im kalten Winter, wo wir gerade zum Heizen mehr als üblich davon verbrauchen. Mit ein paar Tipps wollen wir Ihnen helfen, beim Heizen etwas Energie einzusparen, damit die Betriebskosten-Abrechnung nicht zur bösen Überraschung wird:

Schließen Sie abends rechtzeitig und komplett die Rollläden an Ihren Fenstern: Fenster sind immer die Stellen eines Hauses, wo viel Wärmeenergie verloren geht, selbst wenn sie neu sind und einen guten Isolierungswert haben. Durch das Schließen der Rollläden wird dieser Wärmeverlust gerade in kalten Winternächten deutlich reduziert.

Lassen Sie die Sonne rein: Wenn im Winter die Sonne günstig steht, hilft es auch mal die Vorhänge an den Fenstern beiseitezuziehen, um die Wärmestrahlung besser in die Wohnung zu lassen. Sie werden merken, wie schnell sich die Luft, aber auch Böden, Wände und Möbel in der Wohnung erwärmen.

Lüften Sie nur stoßweise: Wenn Fenster auf Kippstellung geöffnet bleiben, um ständig frische Luft zuzuführen, geht enorm viel Energie verloren. Denn der Heizungsthermostat registriert die einströmende kalte Luft und „heizt dagegen an“, die warme Luft entweicht jedoch sofort ins Freie durch den Fensterspalt. Besser ist es, über den Tag verteilt für ein paar Minuten Fenster weit zu öffnen, um einen schnellen Luftaustausch zu erreichen. Das genügt schon fürs Wohlfühlen und sorgt nur für kurze Steigerung der Heizleistung, um die Luft im Raum wieder auf Wunschtemperatur zu erwärmen.

Wählen Sie eine angemessene Raumtemperatur am Heizungsthermostat: In Wohnräumen genügt eine Temperatur um die 20 Grad Celsius, um sich wohlzufühlen. Bei Fußbodenheizung kann die als angenehm empfundene Lufttemperatur sogar niedriger liegen, da warme Füße vom Körper oft als Signal für eine ausreichend hohe Umgebungstemperatur gewertet werden. Für Schlafräume wird sogar empfohlen, die Temperatur niedriger zu halten: 17 Grad genügen hier vollkommen und sind förderlich für einen guten Schlaf.

Nähere und weiterführende Informationen hierzu finden Sie auch auf den Seiten des Umweltbundesamts: https://www.umweltbundesamt.de/themen/richtig-heizen

Projekt NeckarFair erhält den Deutschen Bauherrenpreis / wbg-Delegation reist nach Berlin

Erstmals in ihrer Geschichte hatte sich die Wohnungsbaugesellschaft für den Deutschen Bauherrenpreis beworben. Und gleich mal abgeräumt. In Berlin nahmen Geschäftsführer Rainer Müldner und sein Team am 21. Februar die Auszeichnung entgegen. Es muss wie bei einer Oscar-Verleihung gewesen sein, als im Palais am Berliner Funkturm der Deutsche Bauherrenpreis vergeben wurde. Vertreter aller 33 nominierten Projekte saßen gespannt im Saal, als der Moderator nacheinander die Gewinner der einzelnen Kategorien verlas.

Es war 21.08 Uhr als die letzte, entscheidende Kategorie elf an der Reihe war. “Als es hieß, der Deutsche Bauherrenpreis 2018 geht nach Villingen-Schwenningen, haben wir einfach nur noch gejubelt”, erinnert sich Helene Stang, die Referentin der Geschäftsführung. Danach sei noch ein kurzer Film über das Projekt gezeigt worden. “Es hieß zwar von Seiten des Veranstalters, man solle erst nach dem Film jubeln, aber in dem Moment konnten wir uns nicht mehr bremsen”, fügt Helene Stang lachend hinzu. Unterlegt mit dramatischer Filmmusik machte sich dann das wbg-Team mit Geschäftsführer Rainer Müldner, Michaela Faißt, Helene Stang, Peter Fürderer, Architekt Johannes Martin, Barbara Vierling und Dr. Marcel Klinge auf den Weg zur großen Bühne. “Dort haben wir viele Hände geschüttelt, es gab eine große Flasche Sekt und ein Gruppenfoto. “Es war ein tolles Erlebnis”, schwärmt Helene Stang.

Die 47 Wohnungen von Neckar- Fair in der Schwenninger Landhausstraße zeichnen sich durch faire, bezahlbare Mieten aus, die deutlich unter den Vergleichsmieten liegen. Aber nicht nur das: In einem der vier schmucken Gebäude hat die ProKids-Stiftung eine Wohngemeinschaft für junge Mütter eingerichtet. Eine weitere Wohngemeinschaft für Menschen mit Handicap startete ebenfalls sehr erfolgreich.

Im August bekam Rainer Müldner die Nachricht, dass NeckarFair für den Deutschen Bauherrenpreis nominiert wurde. “Schon die Nominierung für diesen wichtigen Preis ist eine große Ehre und freut uns sehr”, so Rainer Müldner. Von ursprünglich 173 eingereichten Projekten haben es insgesamt 33 Projekte in elf Themengruppen auf die Nominierungsliste geschafft. Auch er war überwältigt von der Preisverleihung. “Das ist schon ein ganz besonderes Erlebnis. Wir sind in einer Reihe vieler Projekte, auch aus Metropolregionen, genannt worden und dann noch als Preisträger daraus hervorgegangen.” Das zeige, so Müldner weiter, dass die wbg das Thema bezahlbarer Wohnraum richtig besetzt habe. “Jetzt haben wir einen schönen Rückenwind für das ganz ähnliche Projekt SperberFair bekommen”.

Bei einem kleinen Empfang mit den Projekt-Beteiligten und Oberbürgermeister Rupert Kubon wurde im Mai im Eingangsbereich eines NeckarFair-Gebäudes die offizielle Gewinnertafel für den Deutschen Bauherrenpreis angebracht.

Einfache Regeln helfen dabei

Sommerzeit ist auch Einbruchszeit. Einbrecher nutzen gerne die Abwesenheit der Mieter, auch für kurze Zeit, und sie wollen vor allem leicht und zügig in Wohnungen und Häuser eindringen. Wenn man einige Verhaltensregeln beachtet, können Wohnungseinbrüche zumindest erschwert werden. Einbrecher, denen das Eindringen schwerfällt, brechen oft schon beim Versuch ab.

Regeln
1) Achten Sie auf Fremde in der unmittelbaren Umgebung der Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück. Melden Sie verdächtige Beobachtungen sofort der Polizei über den Polizeiruf 110.

2) Die Schlüssel niemals draußen deponieren. Einbrecher finden jedes Versteck!

3) Immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren verschließen, denn gekippte Fenster sind offene Fenster!

4) Außenstehenden keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit geben. Im Urlaub den Briefkasten leeren lassen.

5) Die Wohnungseingangstür immer zweimal abschließen, ebenso Keller- und Speichertüren.

6) Keine fremden Personen in die Wohnung lassen.

7) Die Hauseingangstür sollte auch tagsüber geschlossen bleiben, aber nicht abschließen, damit der Fluchtweg nicht versperrt ist.

8) Durch gezielte Kontrollanrufe testen Einbrecher, ob jemand zuhause ist. Ein Anrufbeantworter kann ein Signal für die Einbrecher sein, dass die Bewohner abwesend sind. Daher vor dem Urlaub den Anrufbeantworter am besten ausschalten oder zumindest neutral besprechen: „Wir sind gerade nicht erreichbar!“

9) Überlegen Sie, was Sie in den sozialen Netzwerken über Ihre Abwesenheit mitteilen. Für Kriminelle ist dieses Wissen wie eine Einladung zum Einbruch.

10) Auch wenn Sie das Haus nur kurz verlassen: immer Balkontüren und Fenster schließen. Dazu das Licht anlassen oder Zeitschaltuhren nutzen, damit der Eindruck entsteht, dass das Haus bewohnt ist.

wbg zeigt, wie die Wohnung der Zukunft
mit Smart Home aussieht

Mit dem Smartphone mal schnell elektrische Geräte in der Wohnung steuern, eine schicke Beleuchtung zaubern oder die passende Musik aussuchen: Die wbg richtet den Blick in die Zukunft und plant beim Neubauprojekt „SperberFair“ eine Musterwohnung einzurichten, die auf dem aktuellsten Stand in Sachen Smart Home sein wird. Wir sprachen mit wbg-Geschäftsführer Rainer Müldner sowie mit Regionalverkaufsleiter Frank Bauch und Systemvertriebler Günther Mechler von der planenden und beratenden Firma Alexander Bürkle GmbH & Co. KG über das Projekt.

Warum richtet die wbg diese Smart Home
Musterwohnung ein?

Rainer Müldner: Auch die Wohnungsbaugesellschaft muss sich mit der Zukunft beschäftigen und den Entwicklungen stellen. In einem der Wohnblöcke unseres Projektes „SperberFair“ entsteht deshalb eine Art „Wohnlabor“, dort wollen wir zeigen, was heute unter dem Begriff Smart Home möglich ist. Es geht bei diesem Wohnlabor darum aufzuzeigen, wie man beim Wohnen die Begriffe konservativ und innovativ zusammenführen kann. So etwas ist im Mietwohnungsbau bislang doch eher ungewöhnlich.

Wie muss man sich diese Wohnung der Zukunft
vorstellen?
Rainer Müldner
: Wir werden die Musterwohnung vollständig mit Geräten und schicken Möbeln ausstatten. Es kommt Unterhaltungselektronik rein, auch Alexa zieht natürlich mit ein. Geplant ist, die Wohnung ab Mai oder Juni ein halbes Jahr lang der Öffentlichkeit zu präsentieren. Danach wollen wir einen Mieter finden, der technikaffin ist und Spaß an einer solchen Wohnung hat.

Frank Bauch: Die Wohnung wird technisch so eingerichtet, dass wir Besuchern zeigen können, was rund um das Thema Smart Home derzeit möglich ist. Von der Beleuchtung über den Rollladen bis hin zum Mikrowellenherd, den man beispielsweise über das Smartphone steuern kann. Das Schöne daran ist auch, man kann alles verknüpfen, ergänzen und umbauen. Ganz wie es dem Mieter gefällt.

Welchen Vorteil bringt den Mietern Smart Home?
Frank Bauch: Smart Home soll das Leben für alle Altersgruppen komfortabler machen. Die Bedienung der Software ist relativ einfach und kann auch von älteren Menschen mühelos gemeistert werden.

Kann Smart Home auch in Bestandswohnungen
eingebaut werden?

Günther Mechler: Ja, wenn bei bestehenden Wohnungen keine Möglichkeit besteht Kabel nachzuziehen, gibt es eine Lösung mit dem Fabrikat digitalSTROM. Natürlich ist es besser, wenn man gleich bei Neubauten die entsprechenden Leitungen und Rohre verlegen kann. Bei Smart Home kommt das sogenannte KNX-System zum Einsatz. Dies ist ein internationaler Standard in der Gebäudeautomation. Grundlage ist hier die sogenannte KNX-Busleitung. Dieses grüne Kabel wird bei einem Neubau oder einer Renovierung zusätzlich zur herkömmlichen Stromleitung verlegt. Damit werden die verschiedenen Elemente der Haustechnik vernetzt. Hinzu kommen Sensoren, Aktoren (Melder) und Displays.

Wirkt sich Smart Home auch auf die Mieten aus?
Rainer Müldner: Bei Smart Home wird oft von High- End-Wohnungen gesprochen, die sich nur Top-Verdiener leisten können. Für uns als wbg geht der Weg in eine andere Richtung. Wir streben sozusagen die “Volkswohnung“ an und wollen die Smart-Home-Technologie allen zugänglich und für alle bezahlbar machen. Smart Home kann flexibel installiert werden, je nachdem, was sich ein Mieter leisten kann und will. Oft reicht es schon, Teilbereiche umzusetzen. Ich denke jedoch, dass Smart
Home irgendwann Standard sein wird. Schließlich wissen wir nicht, ob wir künftig nicht irgendwann mal wieder Werbung für unsere Wohnungen machen müssen. Damit wir am Mark attraktiv sind, müssen wir jetzt die
Weichen stellen, um schwierige Phasen zu überstehen.

Günther Mechler: Früher war eine KNX-Installation oft sehr viel teurer als eine Standard-Installation, das ist heute bei weitem nicht mehr so. Wenn man den Komfort und die Ersparnis dagegen setzt, beispielsweise beim Heizen, hat man innerhalb relativ kurzer Zeit die Mehrinvestitionen wieder drin.

Welchen Vorteil bringt den Mietern Smart Home?
Rainer Müldner: Smart Home soll das Leben für alle Altersgruppen erleichtern. Man kann nicht nur Elektrogeräte und das Licht steuern. Ein Zusatznutzen ist für unsere älteren Mieter, dass man angezeigt bekommt,
wenn vergessen wurde ein Fenster zu schließen oder den Herd auszuschalten. Der Mieter kann zum Beispiel jederzeit am Computer abrufen, wie viel Wasser, Stromund Energie er verbraucht hat. Ich bin dafür, dass der Energieverbrauch in einer Wohnung sofort ablesbar ist, wie bei einem Auto, und nicht erst nach einem Jahr.

Wie kam der Kontakt zur Firma Alexander Bürkle
zustande?
Rainer Müldner
: Da wir selbst nicht die Expertise für dieses Thema im eigenen Hause verfügen, war es wichtig, einen Partner zu finden, der ein Gesamtpaket anbieten kann. Da hat sich die Firma Bürkle in Freiburg eindeutig angeboten.

Frank Bauch: Wir beschäftigen uns seit etwa drei Jahren mit dem Thema Smart Home im Bereich Wohnungsbau. Unser Ziel ist es nicht nur, den Lebensraum Wohnung aufzuhübschen. Mit unserer eigenen Software „Terminal“ können wir die Wohnung in Sachen Smart Home nach den Wünschen der Kunden planen und konfigurieren. Ferner ist es per „Klick“ auch möglich, zwischen den einzelnen Techniken und Oberflächen im Schalterbereich zu wechseln. Wir freuen uns natürlich, dass wir bei diesem spannenden Projekt am Start sind und werden die wbg vom Legen der Rohre bis über die Fertigstellung der Musterwohnung hinaus begleiten. Genauso wie die wbg wollen auch wir Smart Home nach vorne bringen und das Leben für die Menschen schöner, komfortabler und „smarter“ machen.

Günther Mechler: Wir haben der wbg das Thema bei einem Treffen präsentiert. Dort war man sehr offen und an Neuem interessiert, das erleben wir nicht oft – die besten Voraussetzungen für eine Erfolgversprechende Kooperation also.

Wie sieht es aus mit dem Thema Datenschutz?
Rainer Müldner: In einer Smart-Home-Wohnung entstehen natürlich sehr viele Nutzungsdaten. Beispielsweise kann man sehen, wie oft der Kühlschrank aufgemacht wurde. US-amerikanische Datensammler, also Unternehmen wie Google oder Apple, interessieren sich sehr für die Daten von Mietern und wollen in diesem Segment Fuß fassen und in den Smart-Home-Markt reinkommen. Die deutsche Wohnungswirtschaft muss sich irgendwann fragen, wem diese Daten eigentlich gehören. Wollen wir, dass andere mit den Daten unserer Kunden Geld verdienen, oder wollen wir die Daten verwalten? Zunächst muss dafür gesorgt werden, dass die Datenhoheit beim Mieter liegt. Er kann immer noch sagen, ob er etwas dagegen hat, dass sein Nutzungsverhalten gemessen wird. Auf Verbandsebenen gibt es Gespräche, eigene Plattformen zur Erfassung dieser Daten zu schaffen. Die Verhinderung von Daten-Missbrauch hat eine große Priorität. Aber wir werden hier Antworten geben müssen. Klar ist: Smart Home wird kommen, ob wir wollen oder nicht.

Günther Mechler: Ich vergleiche Smart Home und Alexa gerne mit Smartphones. Auch dort geben wir laufend Daten preis, haben es die ganze Zeit bei uns und legen es nicht draußen vor der Wohnung ab.

wbg startet eine Umfrage

Studien zeigen klar: Glückliche Mieter ziehen weniger um, sie identifizieren sich auch mehr mit ihrem Wohnumfeld. Dazu bringen sie sich in das Leben des Viertels ein und machen es so attraktiver.

Um herauszufinden, wie wohl sich ihre Mieter fühlen, startet die Wohnungsbaugesellschaft nach den Sommerferien eine Zufriedenheitsumfrage. „Wir wollen von unseren Mietern beispielsweise erfahren, wo bei ihnen der Schuh drückt, in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht oder was unseren Mietern wichtig ist“, sagt Sarah Hohner. Sie begleitet die Umfrage und ist für die Auswertung zuständig. Themen, zu denen weitere Fragen gestellt werden, betreffen das Wohnumfeld, Mieter-Zielgruppen, den Bereich Service, Abläufe oder die Außenwahrnehmung der wbg. „Das Feedback hilft uns sehr, um noch kundenorientierter für unsere Mieter da zu sein. Außerdem können wir aufgrund der Rückmeldungen konkreter Verbesserungen herbeiführen.“ Die Umfrage ist anonym, der Fragebogen knapp und kompakt gehalten. Geantwortet wird durch Ankreuzen. „Für den Mieter entstehen keine Kosten, es ist ein Rücksendeumschlag beigefügt“, betont Sarah Hohner. Sie bittet um rege Beteiligung, denn die Umfrage hilft nicht nur der wbg, sondern auch den Mietern.

Syrer Abdullah Boti schaut bei Praktikum
hinter die wbg-Kulissen

Im April absolvierte Abdullah Boti ein einwöchiges Praktikum bei der Wohnungsbaugesellschaft. Der Kontakt zwischen dem Syrer und der wbg kam über die Diakonie zustande.

„Das Thema Immobilien interessiert mich sehr, ich bin seit fünf Jahren in Deutschland und habe mir deutsch selbst beigebracht“, sagt der 22-jährige stolz und ergänzt: „Villingen-Schwenningen ist meine neue Heimat.“

Während des Praktikums war er bei Mieterbesuchen dabei, lernte, was in einem Mietvertrag zu stehen hat oder schaute sich Wohnungen zusammen mit wbg- Mitarbeitern an. „Das war sehr interessant für mich und hat viel Spaß gemacht“, freut sich Abdullah Boti.

Jetzt will er zunächst den Hauptschulabschluss machen und sein Deutsch weiter verbessern. „Dann werde ich mich bei der wbg für eine Ausbildung bewerben“, weiß der Syrer jetzt schon. Und in welchem Bereich? „Ich glaube lieber Büro als Technik“, sagt er lächelnd.

Büro, Baustellen, Menschen: Peter Fürderer
koordiniert viele Projekte bei der wbg

Drei Großprojekte packt die Wohnungsbaugesellschaft derzeit an: Der Neubau von SperberFair, das Französische Viertel und die Sanierung Grabenäckerstraße. Abläufe und Handwerker müssen koordiniert und Probleme vor Ort gelöst werden. Kurzum: Es gibt jede Menge zu tun. Der Mann, bei dem die Fäden zusammenlaufen, heißt Peter Fürderer. Der Leiter Bau & Technik bei der wbg gilt als Fels in der Brandung und hat stets den Überblick. Kein Arbeitstag gleicht dem anderen, immer wieder gibt es Situationen, in denen der 42-Jährige schnell und effektiv reagieren muss.

Montagmorgen, 7.30 Uhr. Von wegen erst mal locker in die Woche einsteigen: Peter Fürderer sitzt am Schreibtisch und telefoniert schon seit geraumer Zeit mit Handwerkern, Architekten und Fachplanern. Ruhig und unaufgeregt regelt er die anstehenden Aufgaben. Auf dem Schreibtisch liegen verschiedene Baupläne, Notizen und ein Taschenrechner. „Heute ist es im Vergleich eher ruhig. Auf den Baustellen gab es keine besonderen Vorkommnisse“, sagt er. „Montags muss ich mir erst einen Überblick verschaffen, dazu gehören Telefonate mit Architekten, Fachplanern oder Handwerkern, aber auch ob es Krankheitsfälle in meinem Team gibt.“ Zu diesem Team gehören neun Kollegen. Hinzu kommen noch die Hausmeister. Heute stehen die Besuche im französischen Quartier und bei SperberFair an. Dazu am Nachmittag zwei Jour fixe auf anderen Baustellen.

Aber bevor es auf die erste Baustelle geht, bleibt noch Zeit für eine Tasse Kaffee. Seit neuneinhalb Jahren ist Peter Fürderer bereits bei der wbg. „Ich habe hier als Techniker für den Wohnungsbestand angefangen, war schon im Controlling und für Instandhaltung von Wohnungen zuständig“, berichtet der wbg-Techniker. Seit sechs Jahren leitet er die Abteilung Bau & Technik. „Ja klar hat sich in der Zeit einiges getan.

Als ich angefangen habe, haben Baufirmen bei uns nach Aufträgen gefragt. Das hat sich komplett geändert, heute haben wir einen Handwerkermangel“, berichtet er. Auch sei die Zahl der Vorschriften und Gesetze in den Bereichen Brandschutz, bei Bodengutachten oder beim Dämmen jedes Jahr gestiegen und machten das Bauen schwieriger und langwieriger. „So, jetzt muss ich aber los“, sagt Fürderer und schnappt sich seinen großen Block, auf dem einige Notizen stehen. Darauf hat er die
zu klärenden Punkte für den heutigen Tag notiert.

Erste Station ist das französische Viertel. Hier entstehen Studentenwohnungen für die Hochschule der Polizei. Vor dem Gebäude wird Peter Fürderer von Bauleiter Jürgen Kern freundlich begrüßt. Die beiden kennen sich schon seit vielen Jahren und wissen, auf was es bei Baustellen ankommt. „Zeit und Geld spielen eine große Rolle“, sagt Fürderer, der aus Neudingen stammt. Will heißen, dass die Abläufe so effektiv und reibungslos wie möglich sein müssen, damit Zeit und Geld gespart werden kann. Die beiden laufen Richtung Gebäude, ihre Blicke schweifen über das Baumaterial. Auch im Gebäude entgeht ihnen kein Detail. „Lass uns auf dem Dach beginnen“, schlägt Jürgen Kern vor. Über das Gerüst klettern die beiden aufs Dach. Hier läuft alles nach Plan. Peter Fürderer macht sich kurz Notizen.

Weiter geht es über das Treppenhaus. Nächste Station ist eine Wohnung im dritten Stockwerk. Der Innenausbau ist in vollem Gange. Ein Handwerker kommt den beiden entgegen und erklärt, dass es Probleme mit einer Tür gibt. Schnell breitet Jürgen Kern den Plan auf dem Fußboden aus. Fünf Minuten lang rauchen die Köpfe. Es werden Vorschläge gemacht und wieder verworfen. Zwischendurch greift Peter Fürderer zum Handy. Dann hat er die zündende Idee und die Mienen hellen sich wieder auf. Das Problem ist aus der Welt geschafft. „Mit einigen Firmen arbeiten wir schon jahrelang gut zusammen, das ist sehr wichtig. Man kennt und respektiert sich, und wenn wir Probleme so schnell wie eben lösen können, ist das umso besser.“

Auf dem Weg zum Auto erklärt Peter Fürderer, warum ihm der Job Spaß macht. „Es ist die Abwechslung. Büro, Baustellen und vor allem die unterschiedlichen Menschen machen die Arbeit interessant und abwechslungsreich.“ Der Leiter Bau & Technik legt seinen Block auf den Rücksitz des Autos, weiter geht es Richtung Sperberstraße. Hier entstehen mit SperberFair vier Wohnhäuser zu fairen Mietpreisen. Bei zweien ist bereits die eindrucksvolle Außenfassade fertig. Gleich im Erdgeschoss bekommt Peter Fürderer vom Maler ein freundliches „Hallo, wie geht’s?“ zugerufen. Nach einem kurzen Small-Talk schaut sich der wbg- Techniker eine Wohnung im ersten Stockwerk an. Auch hier gibt es keine Beanstandungen. Läuft. „So ist es natürlich am besten“, meint Fürderer lächelnd. Sein Telefon klingelt. Das Gespräch ist kurz. „Ich muss leider kurzfristig ins Büro, wie ich schon sagte, es gibt keinen typischen Tagesablauf“, meint er lächelnd und zischt übers Treppenhaus ab zum Wagen.

Ziel ist das papierlose Büro

Die wbg startet in Sachen Digitalisierung durch. Das Ziel ist klar: „Wir wollen das papierlose Büro und haben dazu eine Digitalisierungsagenda erarbeitet. Diese werden wir nach und nach umsetzen“, erklärt Helene Stang, Referentin der Geschäftsleitung.

Der erste Schritt war die Einführung eines Archivierungsprogrammes. Hier wird auch die eingehende Post eingescannt und in digitaler Form zur Bearbeitung an die zuständigen Mitarbeiter verteilt. Auch werden momentan Prozesse einfacher und transparenter gestaltet. „Geht beispielsweise eine Beschwerde oder Schadensmeldung ein, wird diese als Aufgabe angelegt und im System erfasst. Sollte ein Mitarbeiter nicht da sein, können dann auch Kollegen bei Bedarf den Sachstand einsehen und Auskunft erteilen“, erklärt Helene Stang.


Derzeit werden auch die Mieterakten eingescannt, sodass alle Mietverträge und jeglicher Schriftverkehr in digitaler Form vorliegen werden. Auch die Mieter profitieren von der Digitalisierung. „Ende des Jahres wollen wir ein mobiles Wohnungsmanagement einführen. Dann werden Wohnungschecks, Wohnungsübergaben papierlos über Tablets erfolgen. Die Mieter bekommen das Protokoll im Anschluss per E-Mail zugestellt. Auch Handwerker können dann via Tablet beauftragt werden.“


Doch damit nicht genug: Mit der Einrichtung eines Mieterportals (CRM) im kommenden Jahr will die wbg den Kundenkontakt noch zeitgemäßer gestalten. Dann können Mieter über eine passwortgeschützte App die Betriebskostenabrechnung oder den Mietvertrag einsehen, Schäden melden oder Mietbescheinigungen und Hausordnungen herunterladen.


„Wir planen auch den digitalen Rechnungsdurchlauf, dabei sollen digital eingehende Rechnungen automatisch mit dem Auftrag abgeglichen und automatisch in den Zahlungslauf weitergegeben werden“, blickt Helene Stang voraus.